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BEG EM Förderung für Fußbodenheizung 2026

BEG EM Förderung 2026 für Fußbodenheizung: Fördersätze bis 70 %, Antrag Schritt für Schritt, Kombination mit Wärmepumpen-Bonus und KfW. Jetzt Zuschuss berechnen!

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Was ist die BEG EM?

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) ist das zentrale Förderprogramm des Bundes für die energetische Sanierung von Wohngebäuden. Wenn Sie Ihre Fußbodenheizung nachrüsten oder modernisieren, können Sie von attraktiven Zuschüssen profitieren – insbesondere in Kombination mit einer Wärmepumpe.

Anders als die BEG WG (Wohngebäude), die eine Komplettsanierung auf Effizienzhaus-Niveau fördert, setzt die BEG EM gezielt auf einzelne Bausteine. Das macht sie zum perfekten Förderinstrument für die FBH-Nachrüstung: Sie müssen nicht das ganze Haus sanieren, um Zuschüsse zu erhalten. Alle Fördermöglichkeiten für Ihre Fußbodenheizung finden Sie in unserer Förderübersicht.

Die BEG EM wurde 2024 reformiert und 2026 weiter ausgebaut. Die wichtigste Neuerung: Der Einkommensbonus von 30 % für Haushalte mit niedrigem Einkommen macht die FBH-Nachrüstung jetzt auch für Familien mit schmalerem Budget erschwinglich.

Was wird bei der Fußbodenheizung gefördert?

Die BEG EM fördert nicht direkt „Fußbodenheizung“ als eigenständige Einzelposition. Die Förderung für Ihre FBH-Nachrüstung läuft über zwei Wege, die in der Praxis hervorragend zusammenwirken:

1. Heizungsoptimierung – Zuschuss bis 20 %

Der hydraulische Abgleich Ihrer Fußbodenheizung, der Einbau von Heizkreisverteilern mit Einzelraumregelung und der Austausch von Heizungspumpen fallen unter „Maßnahmen zur Heizungsoptimierung“. Der Fördersatz beträgt 15 % Basisförderung plus 5 % Bonus, wenn die Optimierung im Rahmen eines Wärmepumpen-Einbaus erfolgt.

Konkret förderfähig bei der FBH:

  • Hydraulischer Abgleich (Berechnung + Umsetzung an allen Heizkreisen)
  • Neue Heizkreisverteiler mit Einzelraumregelung und Stellantrieben
  • Hocheffizienz-Pumpen (Austausch alter ungeregelter Pumpen)
  • Digitale Heizungssteuerung (Smart-Home-Thermostate, witterungsgeführte Regelung)

2. Umfeldmaßnahmen beim Heizungstausch – indirekt, aber stark

Wenn Sie eine alte Öl- oder Gasheizung gegen eine Wärmepumpe tauschen, fördert die BEG EM auch sogenannte „Umfeldmaßnahmen“. Dazu gehören ausdrücklich:

  • FBH-Nachrüstung: Fräsverfahren, Trockenbau-System oder Nass-Estrich – inklusive Material
  • Neue Heizkörper (falls FBH nicht in allen Räumen möglich)
  • Demontage und Entsorgung der alten Heizungsanlage und des Öltanks
  • Erdarbeiten und Bohrungen für Erdwärmepumpen

In der Praxis bedeutet das: Ihre FBH-Nachrüstung wird mit dem gleichen hohen Fördersatz bezuschusst wie die Wärmepumpe selbst. Was die FBH-Nachrüstung insgesamt kostet, lesen Sie in unserer Kostenübersicht zur Nachrüstung.

Fördersätze 2026 im Überblick

Maßnahme Basisförderung Klima-Bonus Einkommensbonus Max. Fördersatz
Wärmepumpe (Heizungstausch) 30 % +5 % +30 % 70 %
Biomasseheizung / Solarthermie 30 % +30 % 60 %
Heizungsoptimierung (hydr. Abgleich etc.) 15 % +5 % 20 %
Gebäudehülle (Dämmung, Fenster) 15 % 15 %
Umfeldmaßnahmen (FBH, Heizkörper, Demontage) anteilig* anteilig* bis 70 %

* Umfeldmaßnahmen werden mit dem Fördersatz der Hauptmaßnahme bezuschusst – bei einer Wärmepumpe also bis zu 70 %.

Den Einkommensbonus richtig nutzen

Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 € erhalten einen zusätzlichen Bonus von 30 Prozentpunkten. Bei einem Ehepaar mit zwei Kindern darf das Haushaltseinkommen bei etwa 55.000–60.000 € brutto liegen, um unter die Grenze zu fallen. Der Bonus wird automatisch geprüft – Sie müssen lediglich die entsprechenden Einkommensnachweise einreichen.

Die BAFA-Förderung für Fußbodenheizungen haben wir hier detailliert erklärt.

Förderfähige Kosten im Detail

Die förderfähigen Kosten sind bei der BEG EM auf 30.000 € pro Wohneinheit und Kalenderjahr gedeckelt. Bei einem Zweifamilienhaus verdoppelt sich der Deckel auf 60.000 €, bei drei Wohneinheiten auf 90.000 € usw. Folgende Posten sind bei der FBH-Nachrüstung typischerweise förderfähig:

Kostenposten Typische Kosten Förderfähig?
Wärmepumpe (Luft-Wasser, inkl. Einbau) 14.000–22.000 € ✅ voll
FBH-Fräsung (100 m²) 6.000–10.000 € ✅ als Umfeldmaßnahme
FBH-Trockenbau (100 m²) 8.000–14.000 € ✅ als Umfeldmaßnahme
Heizkreisverteiler + Einzelraumregelung 2.000–4.000 € ✅ voll
Hydraulischer Abgleich 600–1.200 € ✅ voll
Demontage Alt-Heizung + Öltank 1.500–3.500 € ✅ als Umfeldmaßnahme
Energieberater (Baubegleitung) 2.000–4.000 € ✅ 50 % separat
Eigenleistung (DIY) variabel ❌ nicht förderfähig

Kombination mit dem Wärmepumpen-Bonus

Die FBH-Nachrüstung lohnt sich besonders in Kombination mit dem Heizungstausch: Wenn Sie eine alte Öl- oder Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen, springt die Basisförderung auf 30 %. Hinzu kommt der Klima-Geschwindigkeitsbonus von 5 %, wenn Sie Ihre funktionstüchtige Öl- oder Gasheizung vorzeitig stilllegen. Im Idealfall – mit Einkommensbonus – sind bis zu 70 % der Gesamtkosten förderfähig, inklusive Ihrer neuen Fußbodenheizung.

Rechenbeispiel 1: Standard-Haushalt (ohne Einkommensbonus)

Posten Kosten
Luft-Wasser-Wärmepumpe + Einbau 18.000 €
FBH-Fräsung (120 m²) 9.600 €
Heizkreisverteiler + Regelung 3.200 €
Hydraulischer Abgleich 900 €
Demontage Alt-Ölheizung 2.300 €
Gesamtkosten 34.000 €
Fördersatz (30 % + 5 % Klima-Bonus) 35 %
Zuschuss 11.900 €
Eigenanteil 22.100 €

Rechenbeispiel 2: Haushalt mit Einkommensbonus

Posten Kosten
Gesamtkosten (gleiche Maßnahmen) 34.000 €
Fördersatz (30 % + 5 % + 30 % Einkommensbonus) 65 %
Zuschuss 22.100 €
Eigenanteil 11.900 €

Die KfW-Förderung für Ihre FBH haben wir in einem separaten Ratgeber aufbereitet.

BEG EM beantragen — Schritt für Schritt

1

<br /> Energieeffizienz-Experten finden

Ein eingetragener Energieberater ist für alle BEG-EM-Anträge Pflicht. Die offizielle Liste: energie-effizienz-experten.de. Wählen Sie einen Experten mit FBH-Erfahrung – nicht alle kennen sich mit Flächenheizungen aus.

2

<br /> Vor-Ort-Termin + Bestandsaufnahme

Der Energieberater besichtigt Ihre Immobilie, prüft den Ist-Zustand und erstellt die technische Projektbeschreibung (TPB) – das zentrale Dokument für den Förderantrag.

3

<br /> Angebote einholen

Mindestens 2–3 Vergleichsangebote von Fachbetrieben für FBH-Nachrüstung + Wärmepumpe. Die Angebote müssen förderfähige und nicht-förderfähige Positionen getrennt ausweisen.

4

<br /> Antrag stellen – VOR Auftragsvergabe

Der Antrag läuft über das BAFA-Portal. Achtung: Der Antrag muss vor der Beauftragung gestellt werden. Ein nachträglicher Antrag wird abgelehnt.

5

<br /> Bewilligung abwarten

Bearbeitungszeit aktuell 2–6 Wochen. Sie erhalten einen schriftlichen Zuwendungsbescheid – erst danach dürfen die Arbeiten beginnen.

6

<br /> Arbeiten durchführen lassen

Nach der Bewilligung starten FBH-Nachrüstung und Wärmepumpen-Einbau. Alle Rechnungen und Zahlungsnachweise sorgfältig aufheben.

7

<br /> Verwendungsnachweis einreichen

Innerhalb von 12 Monaten nach Bewilligung reichen Sie Rechnungen und den Abschlussbericht des Energieberaters beim BAFA ein.

8

<br /> Auszahlung

Nach Prüfung (4–8 Wochen) wird der Zuschuss auf Ihr Konto überwiesen. Fertig!<br />

Kombination mit KfW-Förderung

Die BEG EM lässt sich mit einem KfW-Ergänzungskredit (Nr. 358/359) kombinieren. Das ist ein zinsgünstiger Kredit für die Restkosten, die nach Abzug der BEG-Zuschüsse übrig bleiben. Besonders attraktiv: Wenn Sie den Einkommensbonus erhalten, sinkt der Zinssatz zusätzlich um bis zu 0,3 Prozentpunkte.

Die Kombination funktioniert so:

  • Zuerst BEG-EM-Zuschuss beantragen und Bewilligung abwarten
  • Dann KfW-Kredit für den verbleibenden Eigenanteil beantragen
  • Maximale Kreditsumme: 120.000 € pro Wohneinheit
  • Tilgungszuschuss: bis zu 45 % (wenn Sie gleichzeitig das Effizienzhaus-Niveau erreichen)

Mit unserem Förderrechner ermitteln Sie Ihren persönlichen Zuschuss in 2 Minuten.

Häufige Fehler bei der BEG-EM-Beantragung

Diese Fehler kosten Sie im schlimmsten Fall den gesamten Förderanspruch – vermeiden Sie sie unbedingt:

  • Antrag NACH Auftragsvergabe: Der häufigste und teuerste Fehler. Die Förderung muss VOR der Beauftragung der Handwerker bewilligt sein. Schon eine mündliche Zusage oder eine Anzahlung macht den Antrag ungültig.
  • Unvollständige Angebote: Die Angebote der Fachbetriebe müssen förderfähige und nicht-förderfähige Positionen getrennt ausweisen. Ein Gesamtpreis ohne Aufschlüsselung führt zur Ablehnung.
  • Eigenleistung nicht abgegrenzt: DIY-Arbeiten werden NICHT gefördert. Wenn Sie selbst mit anpacken wollen, muss klar getrennt sein: Was macht der Fachbetrieb, was machen Sie selbst? Nur der Fachbetrieb-Anteil ist förderfähig.
  • Falscher Energieberater: Nur auf der DENA-Liste geführte Energieeffizienz-Experten sind zugelassen. Ein normaler Architekt oder Handwerker reicht nicht.
  • Fristen verpasst: Der Verwendungsnachweis muss innerhalb von 12 Monaten nach Bewilligung eingereicht werden. Verlängerung ist möglich, muss aber vor Fristablauf beantragt werden.
  • Kombination mit anderen Programmen verpasst: Wer nur die BEG EM nutzt, aber nicht den KfW-Ergänzungskredit, verschenkt bares Geld. Umgekehrt: Die BEG EM und der KfW-Kredit müssen koordiniert beantragt werden.

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In 2 Minuten wissen Sie, wie viel Förderung Sie für Ihre FBH-Nachrüstung bekommen – mit allen Boni und Zuschlägen.

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Häufige Fragen zur BEG EM


Nicht als eigenständige Maßnahme. Die FBH-Nachrüstung wird indirekt gefördert – entweder als Umfeldmaßnahme bei einem Wärmepumpen-Einbau oder über die Heizungsoptimierung (hydraulischer Abgleich, Einzelraumregelung).


Bei einer typischen FBH-Nachrüstung (8.000 €) + Wärmepumpe (18.000 €) sind je nach Einkommen zwischen 35 % und 70 % der Gesamtkosten förderfähig. Das entspricht einem Zuschuss von 9.100 € bis 18.200 €.


Ja. Nach der Zusage der BEG-EM-Zuschüsse können Sie einen KfW-Ergänzungskredit (Nr. 358/359) für die Restkosten beantragen. Die Kombination ist ausdrücklich vorgesehen und senkt Ihren Eigenanteil weiter.


Ja, uneingeschränkt. Die BEG EM ist explizit für Bestandsgebäude konzipiert – egal ob Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus oder Eigentumswohnung. Auch denkmalgeschützte Gebäude sind förderfähig.


Für die BEG EM ist ein Energieeffizienz-Experte (EEE) Pflicht. Er erstellt die technische Projektbeschreibung und bestätigt die förderfähigen Maßnahmen. Seine Kosten für die Baubegleitung werden separat mit 50 % gefördert.


Die Förderung bezieht sich auf die tatsächlichen Kosten, gedeckelt auf 30.000 € pro Wohneinheit und Jahr. Nachträgliche Erhöhungen müssen dem BAFA vor der zusätzlichen Beauftragung per Änderungsantrag gemeldet werden. Unangemeldete Mehrkosten sind nicht förderfähig.


Nur sehr eingeschränkt. Ohne Heizungstausch ist nur der hydraulische Abgleich (15–20 % Förderung) möglich. Die FBH-Nachrüstung selbst fällt dann nicht unter die BEG EM – für die volle Förderung ist der Wärmepumpen-Einbau der Schlüssel.


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