Fließestrich (CAF) – selbstverlaufender Estrich für Fußbodenheizungen: Eigenschaften, Kosten, Vor- und Nachteile einfach erklärt.
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Ein Fließestrich (auch: Fließestrich, Calciumsulfat-Fließestrich, CAF – Calciumsulfat-Anhydrit-Fließestrich) ist ein selbstverlaufender Estrich, der aufgrund seiner flüssigen Konsistenz nahezu von allein eine waagerechte, ebene Fläche bildet. Anders als Zementestrich oder Trockenestrich muss er nicht aufwändig abgezogen und geglättet werden – er verteilt sich durch sein Eigengewicht gleichmäßig auf der Fläche.
Fließestrich ist der am häufigsten verwendete Estrich für Fußbodenheizungen im Nasssystem – und das aus gutem Grund:
Die Belegreife (Zeit bis zur Belastbarkeit) beträgt bei Fließestrich je nach Schichtdicke und Raumklima 5–10 Tage – die vollständige Trocknungszeit liegt bei etwa 1 Woche pro cm Schichtdicke. Die Aufheizkurve für die Fußbodenheizung darf frühestens 7 Tage nach Verlegung starten und muss langsam erfolgen (ca. 3–5 °C pro Tag).
Die Kosten für Fließestrich liegen 2026 bei etwa 12–25 €/m² inklusive Einbau – abhängig von Region, Schichtdicke und Menge. Bei einer 100-m²-Wohnung sind das 1.200–2.500 € für den Estrich. Verglichen mit Zementestrich (10–18 €/m²) ist es etwas teurer, bietet aber eine bessere Wärmeleitung und niedrigere Einbauhöhe – ein Vorteil, der die Mehrkosten bei der FBH-Nachrüstung oft rechtfertigt.
Vorteile: Selbstverlaufend – perfekt ebene Fläche ohne Nacharbeit, optimale Rohreinbettung für die FBH, niedrige Aufbauhöhe, schnell verlegbar, geringe Schwindneigung.
Nachteile: Empfindlich gegen Feuchtigkeit (nicht für Feuchträume ohne Abdichtung), längere Trocknungszeit als Trockenestrich, nicht für Außenbereiche, niedrigere Druckfestigkeit als Zementestrich.
Fließestrich ist die erste Wahl für Fußbodenheizungen im Neubau und bei größeren Sanierungen mit ausreichender Trocknungszeit. Seine selbstverlaufende Eigenschaft sorgt für perfekte Wärmeübertragung und eine ebene Oberfläche – ideal für eine effiziente und komfortable Flächenheizung.
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